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Das E-Rezept

Von Sandra Pingel und Andrea Zaszczynski
Fotonachweis: M.Dörr & M.Frommherz-stock.adobe.com

Ab dem 1. Januar 2022 wird das E-Rezept bundesweit Pflicht. Damit werden Teile des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) umgesetzt, das am 16. August 2019 in Kraft trat. Neben vielen anderen Themen wurde darin beschlossen, dass die Gesellschaft für Telematik (Gematik) bis zum 30. Juni 2020 alle erforderlichen Maßnahmen durchzuführen hat, damit ärztliche Verordnungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel künftig elektronisch übermittelt werden können.[1]Bundesministerium für Gesundheit. Gesetzes (sic!) für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/gsav.html Der zeitliche Fahrplan sowie technische Standards wurden mit dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) festgezurrt, welches am 20. Oktober 2020 in Kraft trat. Nach dem PDSG war bis zum 30. Juni 2021 die technische Infrastruktur für das E-Rezept zu schaffen, um dieses 2022 flächendeckend in ganz Deutschland einzuführen.[2]ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. E-Rezept und Patienten-App. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.abda.de/themen/e-health/telematikinfrastruktur/e-rezept/

E-Rezept: Testphase und Implementierung

Damit die Einlösung elektronischer Verordnungen für gesetzlich-versicherte Patienten zum 1. Januar kommenden Jahres reibungslos funktioniert, laufen die Vorbereitungen deutschlandweit auf Hochtouren. Bereits 95 Prozent aller niedersächsischen Apotheken verfügten Anfang Juni 2021 über die erforderliche Hardware. Bis zum 1. Juli sollten alle ausgestattet sein. Dann startete auch eine erste Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg mit ausgewählten Ärztinnen und Ärzten sowie Apotheken. Für das 4. Quartal ist die bundesweite, freiwillige, stufenweise Einführung des E-Rezepts geplant, lange vor dem gesetzlich festgelegten Pflichttermin.[3]Apothekerkammer Niedersachsen: Presseinformation: Startschuss fällt am 1. Juli 2021 in einer Pilotregion – E-Rezept: Sicher und gut beraten in der Apotheke vor Ort. Abgerufen am 17.08.2021 von … Continue reading

Medikation sicherer gestalten mit E-Rezept

Patient:innen profitieren durch das E-Rezept von einer höheren Verordnungssicherheit. Das E-Rezept bietet mehr Sicherheit vor unvollständigen, fehlerhaften oder gefälschten Verordnungen. Pflichtfelder im elektronischen Formular verhindern, dass wichtige Daten fehlen oder unleserlich sind.[4]ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Faktenblatt Elektronisches Rezept. Abgerufen am 01.06.2021 von … Continue reading

Schnellere Versorgung

Außerdem wird sich mit dem E-Rezept die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln beschleunigen. Patient:innen können per App eine Vorabfrage tätigen, ob ein benötigtes Medikament in ihrer Apotheke vor Ort vorhanden ist und dieses im Zweifelsfall bestellen. So fallen doppelte Wege weg, falls ein Medikament einmal nicht vorrätig sein sollte.

E-Rezept ermöglicht kontaktlose Versorgung

Das E-Rezept wird zudem nun auch die kontaktlose Versorgung mit Medikamenten ermöglichen. Nicht zuletzt in der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, wie wichtig eine kontaktlose medizinische Versorgung der Bevölkerung ist. Video-Sprechstunden wurden vermehrt nachgefragt, Krankmeldungen konnten telefonisch angefordert werden. Die Medikation mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln war aber nach wie vor an das rosa Papierrezept („Muster 16“) gebunden, welches den Rechtsstatus einer Urkunde hat. Es musste meist noch in der Arztpraxis persönlich abgeholt werden, um es in der Apotheke einzulösen. Patient:innen können das E-Rezept hingegen digital in ihrer Apotheke vor Ort einlösen, ohne das Haus zu verlassen. Der Apothekenbotendienst liefert die Arzneimittel dann innerhalb eines halben Tages nach Hause.

Daneben bleiben alle Vorteile einer persönlichen Beratung in der Apotheke vor Ort erhalten. Denn natürlich kann das E-Rezept auch weiterhin persönlich eingelöst werden.

Wechselwirkungen besser ausschließen

Außerdem wird das E-Rezept helfen, Wechselwirkungen verschiedener eingenommener Medikamente besser entgegenzuwirken. Apotheker:innen erhielten bislang nur dann ein umfassendes Bild aller eingenommenen Arzneimittel, wenn Patient:innen immer wieder dieselbe Stammapotheke ansteuerten. Zukünftig ist eine automatisierte Verknüpfung mit der elektronischen Patientenakte (ePA) geplant, die sich auf der elektronischen Gesundheitskarte befindet. Damit erhalten alle Patient:innen die Möglichkeit, Rezept- und Dispensierinformationen in ihrer ePA einstellen zu lassen, sodass Wechselwirkungen verschiedener Medikamente besser ausgeschlossen werden können.[5]Bundesministerium für Gesundheit. Spahn: „Machen digitale Anwendungen jetzt auch für Pflege nutzbar (sic!) – Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG). Abgerufen am … Continue reading Bislang ist dies noch gesetzlich versicherten Patient:innen vorbehalten, die mindestens drei systemisch wirkende Arzneimittel einnehmen.[6]Pharmazeutische Zeitung online. Warum der E-Medikationsplan bislang floppt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warum-der-e-medikationsplan-bislang-floppt-124049/

Vorerst nur für gesetzlich Versicherte

Zunächst ist das E-Rezept nur für verschreibungspflichtige Arzneimittel für gesetzlich Krankenversicherte vorgesehen. Nach und nach werden aber auch Rezepte für Betäubungsmittel und weitere therapeutische Verordnungen, etwa in Form von Physiotherapie, hinzukommen. Zu einem späteren Zeitpunkt können auch Privatpatient:innen auf diese Weise ihre Rezepte einlösen.

E-Rezept in anderen Ländern

In vielen europäischen Ländern werden ärztliche Verordnungen bereits elektronisch übermittelt, etwa in Finnland, Estland, Schweden, den Niederlanden, Portugal und in der Schweiz.[7]ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Das E-Rezept kommt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.daserezeptkommt.de/#weltweit. Das deutsche E-Rezept kann ortsunabhängig in ganz Deutschland eingelöst werden, vorerst jedoch nicht in anderen Ländern.

IT-Infrastruktur

Das E-Rezept wird eine sichere Übermittlung von Rezeptdaten in die Apotheken gewährleisten. Die Gematik hat dafür, wie vorgesehen, alle erforderlichen Maßnahmen durchgeführt. Sie erstellte eine IT-Infrastruktur mit einem Server in Deutschland. Ärzt:innen legen die Daten für das E-Rezept auf diesem zentralen Server ab. Patient:innen bekommen einen Zugangsschlüssel (E-Rezept-Token[8]Token (englisch: Zeichen, Merkmal, Spielstein, Chip, Münze). Ein Security-Token ist ein Hilfsmittel zur Identifizierung und Authentifizierung von Nutzern eines digitalen Netzwerkes. ) in Form eines QR-Codes, mit dem sie der Apotheke ihrer Wahl den Zugriff auf die Rezeptdaten erlauben.

Weiterhin freie Apothekenwahl

Wichtig: Die Daten werden niemals direkt vom behandelnden Arzt an eine Apotheke übermittelt. Patient:innen haben mit dem E-Rezept weiterhin die freie Apothekenwahl. Auch die unzulässige Zuweisung und das Makeln von E-Rezepten und elektronischen Zugangsdaten ist, wie von Apotheker:innen im Gesetzgebungsverfahren gefordert, ausgeschlossen. Der Bundestag hat am  6. Mai  2021 das Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege[9]Pflege nutzbar (sic!) – Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG). Abgerufen am 17.08.2021 von … Continue reading (DVPMG) beschlossen, in dem dieses Zuweisungs- und Makelverbot für E-Rezept-Token geregelt ist. Das Gesetz trat am 9. Juni 2021 in Kraft.

Datentransfer per Gematik-App

Für den Datentransfer hat die Gematik eine App entwickelt, die seit dem 1. Juli 2021 bereit steht.[10]gematik GmbH. Neue E-Rezept-App der gematik steht ab Juli bereit. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/news/news/neue-e-rezept-app-der-gematik-steht-ab-juli-bereit/ Beim Arztbesuch beziehungsweise in der Video-Sprechstunde erhalten Patient:innen per App einen QR-Code, mit dem die E-Rezept-Informationen vom Server abgerufen werden können. Hierbei identifizieren sich Patient:innen mit ihrer elektronischen Gesundheitskarte, die sie weiterhin einmal im Quartal beim behandelnden Arzt vorlegen müssen.

Voraussetzungen für Patient:innen

Um die Gematik-App nutzen zu können, benötigen Patient:innen ein NFC-fähiges Smartphone oder Tablet sowie eine elektronische Gesundheitskarte (eGK), die NFC unterstützt. Ob eine eGK NFC-fähig ist, erkennen sie an der 6-stelligen Zugangsnummer unter den Deutschland-Farben auf der Vorderseite der Karte, der sogenannten Card Access Number (CAN). Auf vielen elektronischen Gesundheitskarten weist auch ein Empfangssymbol darauf hin, dass diese NFC-fähig sind.

Falls Patient:innen noch keine NFC-fähige eGK besitzen, können sie diese kostenlos bei ihrer Krankenkasse anfordern. Dort erhalten sie auch den erforderlichen PIN, mit dem sie sich bei erstmaliger Nutzung der E-Rezept-App authentifizieren.

Nutzung auch ohne Smartphone möglich

Die Nutzung des E-Rezepts ist aber auch ohne Smartphone beziehungsweise die Gematik-App möglich. In diesem Fall erhalten Patient:innen in der Arztpraxis einen ausgedruckten QR-Code, den sie zusammen mit der elektronischen Gesundheitskarte in der Apotheke vorlegen, sodass die Apothekerin beziehungsweise der Apotheker die entsprechenden Rezept-Informationen vom Gematik-Server abrufen kann. Damit wird die Versorgung derjenigen sichergestellt, die bisher wenig oder gar keine Berührungspunkte mit der digitalen Welt haben.

Sichere Datenübermittlung

Für eine sichere Übermittlung der E-Rezept-Daten sorgen verschiedene Hardware- und Softwarekomponenten. So wurden Arztpraxen, Kliniken und Apotheken mit staatlich zertifizierter Sicherheitshardware, sogenannten Konnektoren ausgestattet. Per Konnektor stellen sie jeweils über eine VPN-Leitung eine sichere Verbindung zum Gematik-Server her. Um ein E-Rezept hochladen zu können, muss sich der behandelnde Arzt beziehungsweise die behandelnde Ärztin außerdem per Heilberufsausweis authentifizieren, welcher ebenso wie die Gesundheitskarte der Patient:innen per Kartenlesegerät eingelesen wird.

Ähnlich verhält es sich in der Apotheke. Auch die Apothekerinnen und Apotheker verbinden sich via Konnektor und zentraler, hochsicherer VPN-Leitung mit dem Gematik-Server, um ein Rezept auszulesen. Für die Authentifizierung müssen sie ihren Heilberufsausweis (HBA) sowie die Security Module Card Typ B (SMC-B) der Apotheke einlesen. Der jeweilige Patient authentifiziert sich mit seiner elektronischen Gesundheitskarte, sodass eine unlautere Weitergabe des E-Rezepts verhindert wird.[11]ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.

V. Das E-Rezept kommt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.daserezeptkommt.de/

Für Patient:innen wird Vieles leichter

Das E-Rezept wird die Behandlung von Patient:innen nicht nur sicherer machen, sondern für diese auch Vieles einfacher gestalten. So können sie die Möglichkeiten digitaler Sprechstunden damit vollumfänglich, ortsunabhängig nutzen, indem sie das E-Rezept per App an eine Apotheke ihrer Wahl übermitteln und sich Medikamente, wie schon zuvor möglich, per Apothekenbotendienst nach Hause liefern lassen. Selbstverständlich können sie das E-Rezept aber auch, wie bisher das rosa Papierrezept, persönlich in der Apotheke einlösen und sich wie gewohnt vor Ort beraten lassen.

Die elektronische Gesundheitskarte muss allerdings wie bisher einmal pro Quartal beim behandelnden Arzt beziehungsweise der behandelnden Ärztin eingelesen werden, um das E-Rezept kontaktlos nutzen zu können. Chronisch kranke Patient:innen können sich Folgerezepte in einem Quartal einfach per App übermitteln lassen, sofern von ärztlicher Seite keine Einwände bestehen.[12]So funktioniert es. ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Das E-Rezept kommt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.das-erezept-deutschland.de/handhabung/

Apotheker:innen begrüßen das E-Rezept

Auch auf Seiten der Apotheken wird das E-Rezept Vieles vereinfachen. Die Apotheken in Deutschland sind längst digital angeschlossen und organisieren auf diesem Weg ihre Lagerbestände und Bestellungen. Das E-Rezept wird sich hier einreihen und Bestellprozesse beziehungsweise die Organisation von Lieferketten weiter verbessern. Das E-Rezept wird zudem eine schnelle und fehlerfreie Medikation ermöglichen, ohne die gewohnte persönliche Beratung von Patientinnen und Patienten einzubüßen. Die Apotheker:innen in Niedersachsen begrüßen die Einführung des E-Rezepts. Die Apotheken in Niedersachsen sind „e-ready“ und freuen sich auf diesen Digitalisierungsschritt. Sie werden die Menschen wie bisher Tag und Nacht mit Medikamenten versorgen und stehen diesen beratend zur Seite.

Glossar:

Elektronische Gesundheitskarte[13]Bundesministerium für Gesundheit. Elektronische Gesundheitskarte (eGK). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/egk.html

Seit dem 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Berechtigungsnachweis, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen zu können. Neben administrativen Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Krankenversichertennummer, etc.) können für den Fall eines medizinischen Notfalls unter anderem Daten über Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente oder Allergien (seit Mitte 2020)[14]Kassenärztliche Bundesvereinigung: Anwendungen der TI. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.kbv.de/html/nfdm.php , der elektronische Medikationsplan (seit August 2020) sowie die elektronische Patientenakte (seit Januar 2021) gespeichert werden.

E-Medikationsplan[15]gematik GmbH. Medikationsdaten immer aktuell. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/anwendungen/e-medikationsplan/

Auf der elektronischen Gesundheitskarte können in entsprechend ausgestatteten Arztpraxen und Apotheken seit August 2020 Informationen zur medikamentösen Behandlung als elektronischer Medikationsplan (kurz: E-Medikationsplan) gespeichert werden. Diese Möglichkeit ist für Patient:innen freiwillig und kostenlos, bisher jedoch chronisch Kranken vorbehalten. Mit der Digitalisierung von Verordnungen, soll dies nun allen Patient:innen ermöglicht werden. Damit sind Ärzt:innen und Apotheker:innen stets umfassend über die medikamentöse Behandlung informiert und mögliche Wechselwirkungen von Arzneimitteln können besser berücksichtigt werden.

E-Patientenakte[16]Bundesministerium für Gesundheit. Die elektronische Patientenakte (ePA). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/elektronische-patientenakte.html

Seit dem 1. Januar 2021 können alle gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) ihrer Krankenkassen erhalten, in der medizinische Befunde und Informationen aus vorhergehenden Untersuchungen und Behandlungen über Praxis- und Krankenhausgrenzen hinweg umfassend gespeichert werden. Versicherte entscheiden selbst, ob und wie sie die ePA nutzen möchten.

Die ePA wird von den Krankenkassen zusammen mit einer App bereitgestellt. Mit dieser App können die Patient:innen ihre ePA mit Dokumenten, Arztbriefen, Befunden etc. befüllen und Ärzt:innen zur Verfügung stellen. Dabei entscheiden die Patient:innen selbst, welche Daten gesammelt beziehungsweise welchen Ärzt:innen diese zur Verfügung gestellt werden.

E-Rezept

Mit dem elektronischen Rezept können gesetzlich Versicherte Verordnungen für verschreibungspflichtige Medikamente elektronisch empfangen und einlösen. Es löst zum 1.1.2022 das rosa Papierrezept („Muster 16“) ab.

E-Rezept-App

Neben der offiziellen von der Gematik entwickelten E-Rezept-App wurden von vielen gesetzlichen Krankenversicherungen eigene Apps entwickelt, mit denen das E-Rezept ebenfalls in der Apotheke vor Ort eingelöst werden kann.

Gematik[17]gematik GmbH. https://www.gematik.de/

Die Gematik GmbH wurde im Januar 2005 von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegründet, um gemäß gesetzlichem Auftrag die Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte und ihrer Infrastruktur in Deutschland voranzutreiben, zu koordinieren und die Interoperabilität der beteiligten Komponenten sicherzustellen.

Die Gesellschafter der Gematik sind das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer, der Deutsche Apothekerverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V., die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung.

Der GKV-Spitzenverband, der 22,05 Prozent hält, finanziert die Arbeit der Gematik zu 100 Prozent mit einem Betrag in Höhe von 1,00 Euro je Mitglied der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Gematik-App[18]gematik GmbH. Neue E-Rezept-App der gematik steht ab Juli bereit. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/news/news/neue-e-rezept-app-der-gematik-steht-ab-juli-bereit/

Die Gematik hat die App „-E-Rezept“ entwickelt, mit der Versicherte Rezepte elektronisch empfangen und einlösen können. Versicherte können die App seit dem 1.7.2021 kostenlos im Google Play-, im Apple App-Store und in der Huawei AppGallery herunterladen.

NFC

NFC steht für „Near Field Communication“, zu Deutsch „Nahfeldkommunikation“. Dies beschreibt eine Funktechnik, mit der Daten über sehr kurze Distanzen kontaktlos ausgetauscht werden.

QR-Code

Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Code, der aus einer sogenannten quadratischen Matrix mit gleichen Anzahl von Zeilen und Spalten aus schwarzen und weißen Quadraten besteht, die kodierte Daten binär (in der Mathematik: doppelt / paarweise) darstellen. Viele Smartphones und ähnliche Geräte mit eingebauter Kamera können QR-Codes dekodieren und interpretieren, zum Beispiel automatisch auf eine Webseite springen.

Telematik[19]gematik GmbH. Telematikinfrastruktur – das digitale Gesundheitsnetz für Deutschland. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur

Der Begriff „Telematik“ ist eine Kombination der Wörter „Telekommunikation“ und „Informatik“. Als Telematik wird die Vernetzung verschiedener IT-Systeme und die Möglichkeit bezeichnet, Informationen aus unterschiedlichen Quellen miteinander zu verknüpfen.

Telematik-Infrastruktur[20]gematik GmbH. Telematikinfrastruktur – das digitale Gesundheitsnetz für Deutschland. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/

Die Telematik-Infrastruktur (TI) vernetzt alle Akteure des Gesundheitswesens und gewährleistet den sektoren- und systemübergreifenden sowie sicheren Austausch von Informationen. Sie ist ein geschlossenes Netz, zu dem nur registrierte Nutzer (Personen oder Institutionen) mit einem elektronischen Heilberufs- und Praxisausweis Zugang erhalten.

Telemedizin[21]Bundesärztekammer. Telemedizin. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/telemedizin      

Telemedizin ist ein Sammelbegriff für verschiedenartige ärztliche Versorgungskonzepte, die als Gemeinsamkeit den prinzipiellen Ansatz aufweisen, dass medizinische Leistungen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sowie bei der ärztlichen Entscheidungsberatung über räumliche Entfernungen (oder zeitlichen Versatz) hinweg erbracht werden. Hierbei werden Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt.

Telepharmazie

Unter Telepharmazie versteht man die pharmazeutische Beratung von Patient:innen mittels Videoverbindung.

Token

Ein Sicherheits-Token, auch vereinfacht „Token“ genannt, ist eine Hardware- oder Softwarekomponente zur Identifizierung und Authentifizierung von Benutzern.


Quellen:

Quellen:
1Bundesministerium für Gesundheit. Gesetzes (sic!) für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/gsav.html
2ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. E-Rezept und Patienten-App. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.abda.de/themen/e-health/telematikinfrastruktur/e-rezept/
3Apothekerkammer Niedersachsen: Presseinformation: Startschuss fällt am 1. Juli 2021 in einer Pilotregion – E-Rezept: Sicher und gut beraten in der Apotheke vor Ort. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.apothekerkammer-niedersachsen.de/presse.php?view=|4450,4
4ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Faktenblatt Elektronisches Rezept. Abgerufen am 01.06.2021 von https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/Faktenblaetter/Faktenblatt_E_Rezept.pdf
5Bundesministerium für Gesundheit. Spahn: „Machen digitale Anwendungen jetzt auch für Pflege nutzbar (sic!) – Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/dvpmg.html
6Pharmazeutische Zeitung online. Warum der E-Medikationsplan bislang floppt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.pharmazeutische-zeitung.de/warum-der-e-medikationsplan-bislang-floppt-124049/
7ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Das E-Rezept kommt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.daserezeptkommt.de/#weltweit.
8Token (englisch: Zeichen, Merkmal, Spielstein, Chip, Münze). Ein Security-Token ist ein Hilfsmittel zur Identifizierung und Authentifizierung von Nutzern eines digitalen Netzwerkes.
9Pflege nutzbar (sic!) – Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/dvpmg.html
10gematik GmbH. Neue E-Rezept-App der gematik steht ab Juli bereit. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/news/news/neue-e-rezept-app-der-gematik-steht-ab-juli-bereit/
11ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.

V. Das E-Rezept kommt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.daserezeptkommt.de/

12So funktioniert es. ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. Das E-Rezept kommt. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.das-erezept-deutschland.de/handhabung/
13Bundesministerium für Gesundheit. Elektronische Gesundheitskarte (eGK). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/krankenversicherung/egk.html
14Kassenärztliche Bundesvereinigung: Anwendungen der TI. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.kbv.de/html/nfdm.php
15gematik GmbH. Medikationsdaten immer aktuell. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/anwendungen/e-medikationsplan/
16Bundesministerium für Gesundheit. Die elektronische Patientenakte (ePA). Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/elektronische-patientenakte.html
17gematik GmbH. https://www.gematik.de/
18gematik GmbH. Neue E-Rezept-App der gematik steht ab Juli bereit. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/news/news/neue-e-rezept-app-der-gematik-steht-ab-juli-bereit/
19gematik GmbH. Telematikinfrastruktur – das digitale Gesundheitsnetz für Deutschland. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur
20gematik GmbH. Telematikinfrastruktur – das digitale Gesundheitsnetz für Deutschland. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/
21Bundesärztekammer. Telemedizin. Abgerufen am 17.08.2021 von https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/telemedizin